Die Inside Passage an der Küste von Britisch Kolumbien zählt weltweit zu den bezauberndsten Durchfahrten für Boote und Kajaks. Eine Serie von kleinen Inseln zwischen dem nördlichen Teil von Vancouver Island sowie Port McNeill auf dem Festland gehört zu den beliebtesten Destinationen vieler Segelfreunde und Wassersportler. Die Inseln befinden sich am südlichen Ende der Queen-Charlotte-Meeresenge, nahe der starken Gezeiten unterliegenden Meeresenge Johnston Strait.
Dieses raue, wilde Gebiet kann zum Teil beängstigend wirken; wer jedoch kompetent plant und bei der Vorbereitung nicht nur die Meeresströmung, den Nebel, sondern auch die sehr starken Winde und eiskalten Gewässer bedenkt, wird mit beeindruckenden Erlebnissen in dieser traumhaften Region belohnt werden.
Auf seiner Reise durch die Meeresenge, vorbei an Inseln und durch schmale Passagen, wird nährstoffreiches Wasser zur Oberfläche gebracht. Seit Menschen Gedenken kommen Killerwale – mittlerweile zu den bedrohten Tierarten zählend – während der Sommermonate in genau diese Gewässer, da sie sich von Lachsen ernähren können, die durch die Passage müssen, um zu Flüssen an der Südküste zu gelangen. Im Südwesten befindet sich der berühmte Meerespark Robson Byte Ecological Preserve, an dessen Stränden sich die Wale reiben und scheuern. Der Zugang für Besucher ist jedoch nur mit einer speziellen Genehmigung gestattet.
Zu den Freizeitaktivitäten innerhalb des Parks gehören Segeln, Bootsfahren, fischen, das Zelten in der Wildnis, Wal-Beobachtungstouren, sowie das Erkunden der Natur. Überbleibsel einstiger Siedlungen von First Nations sind noch zu finden, wie Petroglyphen und Schnitzereien an Bäumen. Zu den besten Beispielen zählt auch die alte Ansiedlung Mamalilaculla, von der man annimmt, dass diese über zehntausend Jahre lang benutzt wurde, bevor die ersten westlichen Siedler erschienen. Haufen aus zerbrochenen Muscheln, Zeugen einer jahrtausende alten Tradition des Shellfisch-Fangs, sind in zahllosen kleinen Buchten zu finden.
Einrichtungen für Besucher gibt es nur wenige. Wer Lust hat, kann mit dem Kajak direkt in das Archipel paddeln oder eine organisierte Tour wählen. Ankerstellen sind kaum vorhanden. Auf der Insel Gilford Island gibt es an der Bucht Echo Bay einen Yachthafen mit allen Dienstleistungen. Die Insel verfügt zudem über einen kleinen Provinzpark an der Nordwestküste.
Zelten
Das Zelten ist nur beschränkt möglich; es sind nur kleinere Stellen für Zelte vorhanden, an schmalen Stränden (Achtung vor den Gezeiten), im Wald sowie auf felsigem Untergrund. Wasser ist sehr kostbar – es muss gefiltert, gekocht oder mitgebracht werden. Auf der Insel Owl Island befinden sich einfachste Toiletten. Da Schwarzbären manchmal die Inseln aufsuchen, ist Vorsicht empfohlen.
Lage und Zugang
Der Park befindet sich 30 km östlich von Port McNeill, nahe der Flussmündung am Knight Inlet. Die am nächsten gelegenen Bootsrampen sind bei Telegraph Cove, Alder Bay, Port McNeill, Alert Bay, Sointula, Beaver Cove und Port Hardy. Viele Kajak-Fahrer wählen die Route von Telegraph Cove aus über die Johnstone Strait-Meeresenge.

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